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Willkommen im News Blog auf SONDERLOTE.de

 

Hier erfahren Sie in regelmäßigen Abständen, was es Neues aus dem Bereich der Löttechnik und in unserem Verkaufsprogramm gibt.

 


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Messing Hartlöten

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Hartlöten von Messing

Eine Kupferlegierung, wie Messing, besteht aus Kupfer und mindestens einem weiteren Metall. Durch Zulegierung eines weiteren Metalles zum reinen Kupfer entsteht ein neuer Werkstoff mit neuen Eigenschaften. Zu den bekanntesten Kupferlegierungen gehören beispielsweise Messing, Neusilber, Bronze und Rotguss. Niedriglegierte Kupferwerkstoffe enthalten bis etwa 5 % Legierungszusätze zum Kupfer. Bemerkenswert ist das Verhalten bei tiefen Temperaturen, da keine Versprödung bis - 200 °C auftritt.

In dem nachfolgenden kurzen technischen Bericht sind grundlegende Informationen über das Hartlöten von Messing zusammengefasst.

 

Hartlöten von Messing mit hochsilberhaltigen Hartloten.

 

Zum Hartlöten von Messing sind besonders die niedrigschmelzenden Silberhartlote mit Silbergehalten zwischen etwa 40 % und 56 % Ag unter Verwendung von Flussmittel des Typs FH 10 nach DIN EN 1045 (F 300 H Ultra NT) geeignet.

 

Nachfolgend eine Auswahl unserer hochsilberhaltigen Hartlote, die für das Löten von Messing geeignet sind:

Produkt EN ISO 17672: DIN EN 1044: DIN 8513: Löttemperatur
A 314 Ag 155 Si AG 103 L - Ag 55 Sn 650 °C
A 320 Ag 145 Si AG 104 L - Ag 45 Sn 670 °C
A 340 Ag 140 Si AG 105 L -Ag 40 Sn 690 °C
A 319 Ag 134 Si AG 106 L - Ag 34 Sn 710 °C

 

Messing mit Messinglot hartlöten - geht das?

Zum Hartlöten von Messing sind Kupfer-Zink-Lote nach DIN EN 1044, sogenannte Messinglote, nur bei kupferreichen Legierungen und dann auch nur bedingt anwendbar.

 

Messing mit Kupfer-Phosphor-Loten hartlöten - geht das?

Auch das Hartlöten mit phosphorhaltigen Kupferhartloten ist geeignet um Messingbauteile zu verbinden. Da diese Lote auf Messinglegierungen aber nicht mehr selbstfließend sind, muss zusätzlich eine Flussmittel des Typs FH 10 (F 300 H Ultra NT) verwendet werden.

 
Hartlöten von bleihaltigen Messinglegierungen

Messinglegierungen mit Blei lassen sich mit niedrigfließenden Hartloten auf Ag-Cu-Zn- bzw. Ag-Cu-Zn-Sn Basis (A 314) und Flussmittel des Typs FH10 hartlöten. Durch Bleigehalte über 3 % wird die Hartlöteignung etwas beeinträchtigt.

 
Hartlöten von aluminiumhaltigen Messinglegierungen

Zum Hartlöten von aluminiumhaltigen Mehrstofflegierungen sind Sonderflussmittel vom Typ FL10 (F 300 AB) erforderlich.

 
Hartlöten von Messinglegierungen mit höherer Korrossionsbesanspruchung (Meerwasser)

Bei Korrosionsbeanspruchung werden Silberhartlote mit höheren Silbergehalten eingesetzt. So wird bei Meerwasserbeanspruchung von CuZn20Al2As das Silberhartlot Ag 155/AG 103 (AF 314 XL BF) nach EN ISO 17672/DIN EN 1044 empfohlen. Auch das Silberhartlot Ag 145/AG 104 (AF 320 XL BF) ist gut geeignet.

 
Hartlöten von Messinglegierungen im Lebensmittelbereich

Im Lebensmittelbereich werden zinnhaltige Silberhartlote, wie z.B. das niedrigschmelzende, dünnfließende Silberlot A 314 oder das höher schmelzende und breiter fließende Silberhartlot A 319 mit Flussmittel mach DIN EN 1045 (F 300 H Ultra NT) verwendet.

 
Messinglegierungen farbgleich Löten

Fabgleiche Lötungen an Messinglegierungen sind zum einen mittels Autogenschweißen mit Messinglot (AF 210 K) zu erzielen oder durch Hartlöten, mit einem deutlich niedriger schmelzenden Silberlot des Typs Ag 230 (AF 330)

 

Sie haben Fragen zum Hartlöten von Messing? Rufen Sie uns an Tel. 06351/36346 , wir beraten Sie gerne.

 

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Silberhartlot mit dünnem Flussmittelmantel - Silberlot speziell für die Kältetechnik

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Silberhartlot mit dünner Flussmittelumhüllung

Silberhartlote mit dünner Flussmittelummantelung bieten Vorteile für das Hartlöten im Bereich der Kälte- und Klimatechnik.

Die speziell für den Bereich der Kälte- und Klimatechnik entwickelten dünn mit Flussmittel umhüllten Silberhartlote bieten folgende Vorteile:

  • Silberlot mit hochaktivem dünnen Flussmittelmantel mit sehr guter Reiningungswirkung
  • geringe Flussmittelrückstände mindern die Gefahr des Einschleppens von Flussmittelresten in den Kältekreislauf
  • borsäurefreier Flussmittelmantel teilfelxibel, transportsicher kein Abplatzen der Flussmittelumhüllung
  • Silberhartlot Tieftemperaturbeständig bis - 200 °C
  • Silberlote für die Kältetechnik sind lieferbar in verschiedenen Legierungen
  • hier finden Sie weitere Informationen zu unserem Bestseller

Sie haben Fragen zum Produkt. Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

 

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Aluminiumhartlot als Lotfolie - Alulot, Aluminiumlot, Aluminiumlotfolie

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Aluminiumlot jetzt auch als Lotfolie

Wir haben unser Sortiment im Bereich der Aluminiumlote erweitert und führen nun auch Aluminiumlot in Form einer Lotfolie im Programm.

Alulot als Lotfolie A 407 L F

Es handelt sich um eine Aluminium-Hartlotfolie nach DIN EN ISO 17672: Al 112 (alte Normen: DIN EN 1044: Al104 oder DIN 8513: L-AlSi12). Die Lotfolie kann, zusammen mit dem Flussmittel F 400 MD, für das Hartlöten und Flächenlötungen an Aluminium- und Aluminiumlegierungen verwendet werden. Link zum Produkt Aluminiumlot Folie A 407 L F


Benötigen Sie weitere Informationen über unsere Aluminiumhartlote, Aluminiumweichlote oder Flussmittel für das Aluminiumlöten, stehen wir Ihnen gerne für eine telefonische Beratung zur Verfügung.

 

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Kupfer-Phosphor-Lote - der Phosphoranteil beeinflusst die Fliessfähigkeit des Kupfer-Phosphor-Hartotes

Kupfer-Phosphor-Hartlote

sind Lotlegierungen auf Kupferbasis mit und ohne Silberanteil, die sich aufgrund ihres Phosphorgehaltes auf Kupfer selbstfließend verhalten. Aus der selbstfließenden Eigenschaft dieser Hartlote auf Kupfer, ergeben sich beim Hartlöten von  Kupferbauteilen, wie sie zum Beispiel in der Kälte- und Klimatechnik und der Elektroindustrie vorkommen, Vorteile der Kupfer-Phosphorhartlote gegenüber der Verwendung von Silberhartloten. Kupfer-Phosphor-Silber-Hartlote sind als blanke Lotstäbe, blanke Lotdrähte, Lotpasten, Lotfolien und Lotformteile erhältlich.

Der Phosphoranteil ist entscheidend für die Fliessfähigkeit des Kupfer-Phosphor-Lotes

Der Phosphorgehalt der Lotlegierung beeinflusst entscheidend die Fließigenschaften und die Duktilität des Lotes. Je größer der Anteil an Phosphor in dem Lot ist, desto fließfähiger ist das Material. Die nachfolgenden Anwendungsvideos zeigen das Fliessverhaletn und die Modellierbarkeit der Lottypen EasyForm - gut modellierbar und FreeFlow - leichtfliessend. Aktuell bieten wir die Produkte A 2003 und A 3005 V in den Varianten EasyForm und FreeFlow an. Angebote finden Sie hier

 

Anwendungsvideo Lottyp EasyForm

EasyForm_Video

Anwendungsvideo Lottyp FreeFlow

FreeFlow_Video

Lötspaltbreite, kapillarer Fülldruck und Füllvermögen der Kupfer-Phosphor-Hartlote

In Abhängigkeit von der Lötspaltbreite ändert sich der kapillare Fülldruck und somit auch das Füllvermögen des Kupfer-Phosphor-Hartlotes. Der Phosphoranteil im Lot spielt dabei eine wichtige Rolle. Die beiden Lotvarianten A 2003 Easy-Form und A 2003 Free-Flow sind beides normgerechte Hartlote nach EN ISO 17672: CuP180, besitzen aber unterschiedliche Anteile an Phosphor und somit unterschiedliche Fließeigenschaften. Sie kommen je nach Lötaufgaben und vorhandenem Montagespalt zur Anwendung.

 

CuPAg_Kapillarer_Fuelldruck

Benötigen Sie weitere Informationen über unsere Kupfer-Phosphor-Silber-Hartlote, stehen wir Ihnen gerne für eine telefonische Beratung zur Verfügung.

 

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Was man über Flussmittel zum Hartlöten und deren Anwendung wissen sollte

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Was man über Hartlotflussmittel und deren Anwendung wissen sollte.

1.) Normung der Flussmittel - DIN EN 1045

Die DIN EN 1045 „Hartlöten – Flussmittel zum Hartlöten“ ist die europäische Norm für Hartlötflussmittel und ersetzt die DIN 8511 Blatt 1 und 3, in der vier Flussmittel zum Hartlöten von Schwermetallen (F-SH) und zwei Flussmitttel zum Hartlöten von Leichtmetallen (F-LH) genormt waren. Die DIN EN 1045 erfasst zwei Klassen von Flussmitteln, FH und FL. Die Klasse FH umfasst sieben Flussmitteltypen. Diese werden zum Hartlöten von Schwermetallen, wie z.B. Stähle, rostfreie Stähle, Kupfer und Kupferlegierungen, Nickel und Nickellegierungen, Edelmetalle, Molybdän und Wolfram verwendet. Die Klasse FL umfasst zwei Flussmitteltypen, die zum Hartlöten von Aluminium und Aluminiumlegierungen verwendet werden.

2.) Kennzeichnung von Flussmitteln und flussmitteluhüllten Lotstäben

Flussmittel, sowie flussmittelumhüllte Silberlote, Messinglote und Neusilberlote enthalten einige Bestandteile, die inzwischen als Gefahrstoffe eingestuft sind. Gemäß CLP-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen) sind diese Produkte entsprechend zu kennzeichnen. Dies gilt auch für Kleinverpackungen. Die Hersteller dieser Produkte arbeiten an Neuentwicklungen mit dem Ziel, diese Gefahrstoffe zu ersetzen, ohne die Wirksamkeit der Flussmittel gravierend zu verändern.

3.) Warum wird Flussmittel verwendet?

Flussmittel spielen praktisch bei allen Lötvorgängen an der Luft eine entscheidende Rolle. Die Anwendung eines falschen Flussmittels kann erhebliche Auswirkungen auf die Lötqualität haben. Eine Lotlegierung wird einen Grundwerkstoff nur dann benetzen und darauf fliessen, wenn Lot und Grundwerkstoff völlig frei von Oberflächenoxid sind. Die Anwendung eines geeigneten Hartlotflussmittels gewährleistet, dass das Bauteil während des Lötens vor Oxidation geschützt wird und die vorhandenen und die sich neu bildenden Metalloxide aufgelöst werden. Hartlotflussmittel sind ausschliesslich zur Entfernung von Oxidfilmen geeignet. Andere Verunreinigungen wie Dreck, Staub, Öl, Farbe oder Lack sind vor dem Löten entweder mit mechanischen und/oder chemischen Mitteln zu entfernen.

4.) Sicherheitshinweise und Vorsichtsmaßnahmen bei der Verwendung von Flussmittel

Die wichtigsten Maßnahmen lauten:

  • Geeignete Schutzausrüstung (Schutzbrille, Handschuhe usw.) tragen
  • Flüssige oder pastenförmige Flussmittel mit einem Pinsel auftragen
  • Die Berührung mit der Haut ist zu vermeiden; dies ist bei empfindlicher Haut oder Hautwunden besonders wichtig
  • Nach erfolgter Arbeit und vor den Mahlzeiten Hände sorgfältig waschen
  • Das Einatmen der beim Verarbeiten entstehenden Dämpfe - auch von Lötdämpfen - soll vermieden werden. Die erste Voraussetzung dazu ist ein hinreichend gelüfteter Arbeitsraum, besser noch, die Verwendung einer geeigneten Lötrauchabsauganlage
  • Hinweise auf dem Etikett und im Sicherheitsdatenblatt beachten
  • Flussmittel darf nicht in die Hände von Kindern gelangen; verwahren Sie das Produkt daher nach der Arbeit für Kinder unzugänglichen unter Verschluss auf.

5.) Produkteigenschaften und Anwendungsempfehlungen

Der Wirktemperaturbereich

Um wirksam zu sein, muss das Flussmittel geschmolzen und aktiv sein, bevor das Lot schmilzt. Zudem muss es aktiv bleiben, bis das Lot durch den Lotspalt geflossen ist und sich beim Abkühlen verfestigt hat.
Es empfiehlt sich daher, ein Flussmittel mit breitem Wirktemperaturbereich zu verwenden. Dies stellt sicher, dass das Flussmittel während des ganzen Lötvorgangs aktiv bleibt.

Die Wirkzeit

Das Flussmittel muss die Oxide auf der Werkstückoberfläche auflösen und die während des Erwärmens fortlaufend neu enstehenden Oxide bis zum Ende der Lötoperation entfernen. Ein Flussmittel kann nicht unbegrenzt Oxide auflösen. Je länger der Erhitzungszyklus dauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Wirkung des Flussmittels nachlässt und sowohl die Rückstände als auch die Werkstücke ein schwarzes Aussehen annehmen. Wie lange ein Flussmittel wirksam bleibt, hängt insbesondere von der Arbeitstemperatur des Lotes und der Art des Grundwerkstoffs ab. Bei zu langen Erwärmungszyklen (Lötzeit > 4 Minuten) kann das Flussmittel inaktiv und zerstört werden. In diesem Fall empfiehlt sich die Verwendung eines Flussmittels mit einem höheren Arbeitsbereich. Bei sehr kurzen, schnellen Erwärmungszyklen lässt sich ein Flussmittel ohne Risko auf eine Temperatur bringen, die auch oberhalb seiner empfohlenen maximalen Arbeitstemperatur liegt.

Die optimale Flussmittelmenge

Die benötigte Flussmittelmenge schwankt je nach Art der Anwendung. Gewöhnlich reicht es aus, mit einem Pinsel eine dünne Schicht Hartlotflussmittel auf die Flächen des Lotspaltes und dessen Umgebung aufzutragen. Für die Qualität der Lötstelle ist es aber keineswegs schädlich, wenn "zu viel" Flussmittel aufgebracht wird. Im Gegenteil, es kann sogar das Entfernen der Flussmittelrückstände deutlich erleichtern. Bestreicht man das gesamte Bauteil flächig mit Flussmittel oder taucht dieses sogar darin ein, kann man die Oxidation des Werkstückes deutlich verringern und somit den Nacharbeitsaufwand erheblich reduzieren. Die Anwendung von zu wenig Flussmittel kann dazu führen, dass dieses seine Wirksamkeit vorzeitig verliert, was zu unschönen und fehlerhaften Lötstellen führt.

Reaktionen und Veränderungen des Flussmittels während des Lötens

Während der Erwärmung des Flussmittels auf Löttemperatur dampft zuerst das in der Flussmittelpaste enthaltene Wasser aus. Dabei bläht es sich auf und trocknet anschließend weiss am Bauteil ab. Kurz bevor
die Löttemperatur des Lotes erreicht wird, verflüssigt sich das Flussmittel wieder. Es wird klar und durchsichtig und fliesst auf dem Bauteil aus. Dies ist der Zeitpunkt das Lot hinzuzugeben.

Wie kann man das Flussmittel auf dem Bauteil aufbringen?

Wir empfehlen, das Flussmittel, wenn immer möglich, als Paste auf die zu lötenden Teile aufzubringen.

Paste oder Pulver?

Pulver können zu Pasten angerührt werden, indem man Wasser (destilliertes Wasser) beimischt, bis das Gemisch die Konsistenz einer dicken Paste annimmt. Gibt man zusätzlich ein paar Tropfen Geschirrspülmittel hinzu, verbessert dies die Benetzung auf sauberen Grundwerkstoffen. Die Flussmittelpaste sollte vor dem Zusammenfügen auf beide Flächen der Lötstelle aufgetragen werden.

Auftragen mittels Pinsel

Pinseln ist eine effektive Methode, einen dünnen Pastenfilm auf die Lötstelle und deren Umgebung aufzubringen.

Eintauchen der Bauteile in das Flussmittel

Hartlotflussmittel können auch aufgebracht werden, indem man eine oder mehrere Komponenten einer Konstruktion in einen Behälter mit Flussmittel eintaucht. Dies erfolgt am wirkungsvollsten mit einer dünnflüssigen Paste. Vorteil: Das gesamte Bauteil wird während des Lötens vor Ox dation geschützt, was den Nacharbeitsaufwand deutlich reduzieren kann.

Automatische Aufbringung

Eine vollautomatische Aufbringung des Flussmittels ist ebenfalls möglich. Dieses Verfahren wird bei der Fertigung von Großserien auf vollautomatischen Drehteller-Flammlötanlagen verwendet.

Flussmittelpulver mit dem heissen Lotstab aufnehmen

Bei dieser Technik wird der vorher kurz mit der Flamme erhitzte Lotstab in ein Flussmittelpulver eingetaucht, was dazu führt, dass eine kleine Menge Flussmittel am heissen Ende des Lotstabes anhafted. Das Flussmittel wird im Anschluss über den Draht am Bauteil angebracht. Dies ist ebenfalls eine Methode um Hartlotflussmittel aufzutragen, allerdings vom Handling her deutlich schwieriger, als die Verwendung einer Flussmittelpaste.

Flussmittelumhüllte Lotstäbe

Das Hartlotflussmittel lässt sich sehr bequem mittels flussmittelumhüllten Lotstäben auftragen. Flussmittelumhüllte Lotstäbe gewährleisten darüber hinaus, dass immer das zum Lot passende Flussmittel verwendet wird.

 

Wie man einen flussmittelumhüllten Lotstab richtig verarbeitet

Nachdem man die Lötstelle leicht mit dem Brenner vorgewärmt hat, wird das Flussmittel des Lotstabes durch Antippen und Abstreichen auf die heisse Lötstelle aufgebracht. Das so platzierte Flussmittel schützt nun die zu lötenden Komponenten bei der weiteren Erwärmung auf Löttemperatur vor Oxidation. Wird das aufgetragene Flussmittel wässrig und klar, ist dies das Zeichen, dass die Löttemperatur erreicht ist und nochmals zusätzliches Flussmittel von Stab abgeschmolzen werden sollte. Dreht man den Lotstab während des Abmschmelzens zwischen den Fingern, wird sichergestellt, dass das Flussmittel gleichmässig vom Stab auf die Bauteile abschmilzt. Man sollte vermeiden, den Stab direkt mit dem Brenner zu erwärmen, da so das Flussmittel vom Stab heruntertropft und für die nächste Lötung nicht mehr zur Verfügung steht.

6.) Entfernen der Flussmittelrückstände nach dem Löten

Ist das verwendete Flussmittel als korrosiv eingestuft, ist es wichtig, die Flussmittelrückstände nach dem Lötvorgang zu entfernen, da diese zu Korrosionsangriffen führen und das Bauteil zerstören können. Es gibt, je nach Flussmitteltyp und Hersteller, unterschiedliche Empfehlungen für das Entfernen von Flussmittelrückständen. Nachfolgend werden einige genannt.
 

Abkühlung der Bauteile mit Wasser - direkt aus der Löthitze

Die erste und einfachste Möglichkeit ist das vorsichtige Abkühlen der bereits etwas erkalteten Bauteile nach dem Löten durch Eintauchen in einen mit Wasser gefüllten Behälter (Vorsicht bei Vergütungsstählen). Hierbei platzt bereits ein Großteil der Flussmittelreste vom Bauteil ab.

Einlegen der Bauteile in ein Wasserbad

Konnten durch das Abschrecken nicht alle Flussmittelreste beseitigt werden, legt man die Bauteile anschließend für ca. 30 Minuten in heißes Wasser ein und bürstet die Lötstellen danach unter fliessend warmem Wasser ab. Diese Vorgehensweise funktioniert in der Regel bei allen Silberlotflussmitteln der Gruppen FH 10, FH 11 und FH 12
 

Chemisches Entfernen - Beizen der Bauteile

Sollten die Flussmittelreste doch einmal hartnäckig am Bauteil haften, kann man dies auch durch Beizen entfernen. Dabei richtet sich die Auswahl der Beize in Konzentration und Säuretyp nach dem verwendeten Grundwerkstoff. Beim Beizen von gelöteten Teilen unter Verwendung von Säuren oder Laugen ist darauf zu achten, dass dabei unbedingt geeignete persönliche Schutzausrüstung (Schutzhandschue, Brille usw.) getragen wird.

Mechanisches Entfernen

Flussmittel der Gruppe FH 21 (Messing- und Neusilberlot-Flussmittel) sind als nicht korrosiv eingestuft und können in der Regel auf den Bauteilen verbleiben. Sollten sie dennoch einmal entfernt werden müssen, dann ist das nur mechanisch z.B. durch Sand- oder Glasperlenstrahlen möglich.

Sollten Sie weitere Fragen zu Hartlotfdlussmitteln und deren Verwendeung haben, rufen Sie uns an. Wir stehen Ihnen gerne für die Beantwortung zur Verfügung.


Quellenangabe:

"Handbuch der Löttechnik" Verlag Technik GmbH, Berlin
"Löttechnik - Leitfaden für die Praxis" DVS Verlag, Düssedorf
"Löten" Infoschrift Fontargen GmbH, Eisenberg

 

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Kupfer-Phosphor-(Silber)-Hartlote - CuPAg - Eigenschaften, Legierungen, Anwendung und Besonderheiten

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Kupfer-Phosphor-Hartlote

sind Lotlegierungen auf Kupferbasis mit und ohne Silberanteil, die sich aufgrund ihres Phosphorgehaltes auf Kupfer selbstfließend verhalten. Aus der selbstfließenden Eigenschaft dieser Hartlote auf Kupfer, ergeben sich beim Hartlöten von  Kupferbauteilen, wie sie zum Beispiel in der Kälte- und Klimatechnik und der Elektroindustrie vorkommen, Vorteile der Kupfer-Phosphorhartlote gegenüber der Verwendung von Silberhartloten. Kupfer-Phosphor-Silber-Hartlote sind als blanke Lotstäbe, blanke Lotdrähte, Lotpasten, Lotfolien und Lotformteile erhältlich.

 

Hartlöten von Kupfer ohne Flussmittel

Der Phosphor in den Kupfer-Phosphor-Loten ermöglicht es, dass man beim Hartlöten von Kupfer/Kupfer-Verbindungen mit diesen Loten kein zusätzliches Flussmittel benötigt.  Sollen allerdings Kupferlegierungen wie z. B. Messing, Bronze oder Rotguss mit Kupfer-Phosphor-Loten gelötet werden, ist die Verwendung eines zusätzlichen Flussmittels - F 300 H Ultra NT - erforderlich.

 

Für welche Lötverbindungen sind Kupfer-Phosphor-Lote nicht geeignet?

Kupfer-Phosphor-Hartlote sind nicht für den Einsatz in schwefelhaltige Medien geeignet. Zudem sind Kupfer-Phosphor-Lote aufgrund von Sprödphasenbildung nicht für Lötungen an Stählen (Fe) und Nickellegierungen geeignet. Die zulässigen Betriebstemperaturen der Lote liegen, je nach Legierung, zwischen -70°C und +150°C.

 

Der Phosphoranteil ist entscheidend für die Fliessfähigkeit des Kupfer-Phosphor-Lotes

Der Phosphorgehalt der Lotlegierung beeinflusst entscheidend die Fließeigenschaften und die Duktilität des Lotes. Je größer der Anteil an Phosphor in dem Lot ist, desto fließfähiger ist das Material.

 

Lötspaltbreite, kapillarer Fülldruck und Füllvermögen der Kupfer-Phosphor-Hartlote

In Abhängigkeit von der Lötspaltbreite ändert sich der kapillare Fülldruck und somit auch das Füllvermögen des Kupfer-Phosphor-Hartlotes. Der Phosphoranteil im Lot spielt dabei eine wichtige Rolle. Die beiden Lotvarianten A 2003 Easy-Form und A 2003 Free-Flow sind beides normgerechte Hartlote nach EN ISO 17672: CuP180, besitzen aber unterschiedliche Anteile an Phosphor und somit unterschiedliche Fließeigenschaften. Sie kommen je nach Lötaufgaben und vorhandenem Montagespalt zur Anwendung.

 

CuPAg_Kapillarer_Fuelldruck

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MSG-Löten, MIG-Löten Lichtbogenlöten mit CuSi3Mn1

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MIG – Löten im Automobilbereich

In der Automobilindustrie und bei deren Zulieferer werden vorwiegend mit Zink beschichtete Bleche eingesetzt. Zink beginnt bei etwa 420°C zu schmelzen und bei etwa 906°C zu verdampfen. Diese Eigenschaften wirken sich ungünstig auf jeden Schweißprozess aus, weil damit verbunden bereits vor dem Schmelzen des Grundwerkstoffes der Verdampfungsprozess des Zinks eingeleitet wird. Dies kann zu Poren, Bindefehlern, Rissen und instabilem Lichtbogen führen.

Deshalb ist es günstiger durch das MIG-Löten weniger Wärme einzubringen und den Grundwerkstoff nicht aufzuschmelzen. Daher ist die Verwendung von Zusatzwerkstoffen auf Kupferbasis eine Alternative. Es handelt sich beim MSG-Löten, Lichbogenlöten oder MIG-Löten um einen Lötprozess unter Einsatz eines Schweißgerätes. Am häufigsten werden die Legierungen CuSi3Mn1 (FONTARGEN A 202 M) und CuAl8 (FONTARGEN A 2115/8 M) zum Lichtbogenlöten eingesetzt.

Die wesentlichen Vorteile des MIG-Lötens und dieser Lötdrähte sind:

  • Geringer Abbrand der Zink-Beschichtung und damit Erhaltung des Korrosionsschutzes.
  • Reduzierter Verzug.
  • Einfache Nachbearbeitung der Naht.
  • Im Bereich der PKW-Karosserie gibt es vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Neben dem MIG-Löten wird auch das Laser- und Plasma-Verfahren angewendet.

 

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Silberlot mit borsäurefreier Flussmittelumhüllung

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Silberlot mit borsäurefreier Flussmittelumhüllung

Fontargen Brazing präsentiert die Neuentwicklung eines prozessfreundlichen Flussmittels! Nach der europäischen CLP-Verordnung wurden giftige Stoffe wie Borsäure und Borax neu eingestuft und als reproduktionstoxisch
klassifiziert. Die neue Ummantelungsmasse von Fontargen Brazing ist die Alternative ohne SVHC (Substances Of Very High Concern- Besonders besorgniserregende Stoffe) zu den zur Zeit existierenden Produkten auf dem Markt. Das borsäurefreie Silberlot ist somit besonders interessant im Hinblick auf Sicherheits- und REACH-Aspekte in Unternehmen sowie in Werkstätten.

Die neue borsäurefreie Flussmittelummantelung für Silberlote bietet folgende Vorteile:

  • Silberlot borsäurefrei und frei von Borax (somit ist dieses Lot nicht kennzeichnungspflichtig und bietet arbeitsschutztechnische Vorteile gegenüber den Standardtypen)
  • die Flussmittelrückstände des borsäurefreien Silberlotes sind leicht entfernbar
  • Keine störende Geruchsentwicklung beim Hartlöten mit dem borsäurefreien Silberhartlot
  • Keine störende Rauchentwicklung beim Löten
  • das neuen borsäurefreie Silberhartlot besitzt eine teilflexible und dadurch transportsichere Flussmittelumhüllung und bietet somit Schutz vor Abplatzen der Umhüllung bei Stoß und Schlag
  • breiter Flussmittelaktivitätsbereich
  • gute Fließeigenschaften
  • hier geht es zu den Silberloten mit borsäurefreier Flussmittelumhüllung

Sie haben Fragen zum Produkt. Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

 

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Hartlöten mit Lötfolien - neu im Sortiment

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Wir haben unser Sortiment an Hartlotfolien erweitert und führen nun folgende Lotfolien im Programm. Silberlotfolie, Schichtlotfolie, Messinglotfolie, CuPAg-Lotfolie und Kupferlotfolie.

Sollten Sie Fragen zum Hartlöten mit Lotfolie haben, rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

Unsere Lotfolien finden Sie unter diesem Link - Lotfolien

 

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Hartlöten von Molybdän mit Silberlot A 324

Probleme beim Hartlöten von Molybdän?

Die Hauptprobleme beim Hartlöten von Molybdän resultieren neben der hohenn Sauerstoffaffinität des Molybdäns aus dem Kornwachstum bei hohen Temperaturen.

Die Rekristallisationstemperatur und damit das Kornwachstum hängen vor allem von der Reinheit und dem Kaltumformgrad des Werkstoffes ab. Bei Überschreitung der Rektstallisations- temperatur (850 - 1220 °C) wird Wolfram brüchig.

Hinzu kommt, dass es im Vergleich zu vielen Metallen, wie z.B. Kupfer, Nickel oder Eisen, mit denen es verbunden wird, einen geringen linearen Ausdehnungskoeffizienten hat, woraus sich ebenfalls Schwierigkeiten beim Löten ergeben.

Das Hartlöten an Luft erfolgt üblicherweise mit einem nickel- und manganhaltigen Silberhartlot L-Ag49 unter Verwendung eines Flussmittels des Typs FH 10 nach DIN EN 1045, wobei die Aufheizgeschwindigkeit möglichst hoch und die Haltezeit auf Löttemperatur möglichst kurz sein sollen.

Quelle:  Wolfgang Müller, Jörg-Uwe Müller - DVS-Fachbuch Löttechnik - Leifaden für die Praxis

 

Wir empfehlen Ihnen für das Hartlöten von Wolfram folgende Produkte aus unserem Programm:

 

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