Lötspalt und kapillarer Fülldruck

Lötspalt und kapillarer Fülldruck

 

Lötstellen sollten immer einen Kapillarzwischenraum aufweisen, in den die geschmolzene Lotlegierung fliessen kann. Die Festigkeit der Lötstelle ist abhängig von der Lotspaltbreite und der Überlappungslänge der Bauteile.


Der optimale Lotspalt bei Handlötungen mit Silberloten und Flussmittel liegt, je nach verwendeter Lotlegierung, zwischen 0,05 - 0,25 mm, wobei mit Loten, die einen breiteren Schmelzbereich aufweisen, auch sogenannte Fugenlötungen mit Lötspaltbreiten bis 0,50 mm durchführbar sind.


Unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten der Grundwerkstoffe beeinflussen den Lotspalt bei Löttemperatur.

 

Für überlappende Verbindungen empfiehlt sich eine minimale Überlappungslänge der 3 bis 4-fachen Materialstärke des dünnsten beteiligten Grundwerkstoffes. Bei Rohren bis zu einem Durchmesser von 25 mm sollte die Einstecktiefe einem Rohrdurchmesser entsprechen.


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